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Tierpräparat reinigen – so entfernen Sie Staub aus Fell und Federn, ohne zu schaden

Staubwedel aus grauen Straußenfedern vor weißem Hintergrund

Foto: freebie.photography, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Kurz gesagt: Präparate werden trocken gereinigt: zuerst groben Staub mit kalter Föhnluft oder einem Sauger mit Gaze entfernen, dann mit einem weichen Pinsel in Wuchsrichtung nacharbeiten. Glasaugen, Krallen und Schnabel säubern Sie mit einem leicht feuchten Wattestäbchen. Wasser, Shampoo und Haushaltsreiniger haben an Fell und Federn nichts zu suchen.

Das brauchen Sie

Schritt für Schritt: Fell

  1. Präparat sichern. Stellen Sie es auf eine stabile, saubere Unterlage. Große Präparate nie am Kopf, Geweih oder an den Ohren anheben, sondern am Sockel.
  2. Groben Staub lösen. Mit dem Föhn auf kalter Stufe aus 30 bis 50 cm Abstand in Wuchsrichtung blasen – vom Kopf zum Schwanz.
  3. Absaugen. Die mit Gaze bespannte Düse knapp über das Fell führen, ohne es zu berühren. Geringe Saugleistung wählen.
  4. Ausbürsten. Mit dem weichen Pinsel in Wuchsrichtung nacharbeiten. Verfilzte Stellen nicht reißen, sondern vorsichtig mit den Fingern lockern.
  5. Gesicht. Rund um Augen, Nase und Lippen nur mit dem kleinen Pinsel arbeiten – hier sind die Modellierungen am empfindlichsten.

Schritt für Schritt: Federn

  1. Pusten statt bürsten. Federn reagieren empfindlicher als Fell. Kalte Föhnluft aus größerem Abstand ist hier das wichtigste Werkzeug.
  2. In Federrichtung. Wenn Sie einen Pinsel nutzen, immer vom Kopf zum Schwanz, nie gegen den Strich.
  3. Federn ordnen. Verrutschte Federn mit einer stumpfen Pinzette oder einer Nadel vorsichtig zurück in die Flur schieben.
  4. Keine Sprays. Glanz- oder Pflegesprays verkleben das Gefieder und ziehen neuen Staub an.

Augen, Schnabel, Krallen, Hörner

Glasglocken und Vitrinen

Reinigen Sie Glas nur außen mit Glasreiniger auf dem Tuch, nicht direkt aufgesprüht. Öffnen Sie dicht schließende Glasglocken möglichst nicht – sie schützen das Präparat vor Staub und Schädlingen. Mehr in Glasglocke und Vitrine.

Die häufigsten Fehler

Wann der Profi ran sollte

Bei ausgefallenen Haaren, Rissen in der Haut, gelösten Nähten, verblichenen Farben oder Fraßspuren hilft keine Reinigung. Dann ist eine Restaurierung sinnvoll. Feines Pulver unter dem Präparat oder kleine pelzige Larven deuten auf Schädlinge hin – lesen Sie dann sofort Motten und Käfer im Präparat.

Die Grundlagen zu Licht, Raumklima und Vorbeugung fasst der Ratgeber Tierpräparate richtig pflegen zusammen.

Häufige Fragen

Kann ich ein Tierpräparat mit Wasser reinigen?

Fell und Federn nie nass reinigen: Wasser löst Gerbstoffe, lässt die Haut schrumpfen und hinterlässt Ränder. Nur glatte Teile wie Glasaugen, Krallen, Schnabel, Hörner und der Sockel dürfen mit einem leicht feuchten Tuch oder Wattestäbchen gereinigt werden.

Darf ich ein Präparat absaugen?

Ja, mit Vorsicht: geringe Saugleistung, eine Nylon-Gaze oder ein Strumpf über der Düse und immer etwas Abstand zum Fell. Bei alten Präparaten wegen möglicher Arsenbelastung nur mit HEPA-Filter und Handschuhen.

Wie oft sollte ich ein Präparat reinigen?

Leichtes Abstauben alle paar Wochen verhindert, dass sich Staub festsetzt. Eine gründliche Reinigung ein- bis zweimal im Jahr genügt – am besten verbunden mit einer Kontrolle auf Schädlinge.

Aus unserer Kollektion

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Fotos: Hannes Grobe/AWI, CC BY 3.0 · Didier Descouens, CC BY-SA 4.0 · Rosser1954, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons